Barben et al. untersuchten in ihrer Studie „Water Quality in Dental Chair Units – A Random Sample in the Canton of St. Gallen” Wasserproben aus 76 Dentaleinheiten in der Region St. Gallen in der Schweiz auf die Anwesenheit von Heterotrophen Bakterien, im speziellen Pseudomonas aeruginosa und Legionella spp.. Vor Beginn des Praxisbetriebs (Stagnation des Wassers über Nacht) wiesen rund 61% der Proben eine Kontamination von über 300 Koloniebildenden Einheiten pro ml Wasser auf. Zwei Stunden nach Beginn des Praxisbetriebes konnten noch in 38 % der Proben entsprechend hohe Kontaminationen nachgewiesen werden. In rund 8 % der untersuchten Dentaleinheiten enthielten beide Proben Pseudomonaden. Ebenso wurden Legionellen sowohl vor als auch während des Praxisbetriebes in 20 % aller Dentaleinheiten nachgewiesen. Diese Studie zeigt deutlich die Unwirksamkeit der traditionellen Desinfektionsverfahren, auch bei kurzen Stagnationen des Kühlwassers über Nacht. Veröffentlicht wurde die Studie in der Schweizer Monatsschrift für Zahnmedizin, Vol. 119, 10/2009 pp. 976 – 980.