Seccua bietet wirkungsvollen und preisgünstigen Schutz gegen Legionellenkontamination in Zahnarztpraxen

Steingaden, 5. Dezember 2012 – Keime aus dem Trinkwasser führen in Zahnarztpraxen oft zu erhöhten Infektionsrisiko für Patient und Arzt. Seccua GmbH, Technologieführer auf dem Gebiet der gesundheitsrelevanten Trinkwasseraufbereitung, bietet Zahnarzt- praxen mit seinen Ultrafiltrationsanlagen einen wirkungsvollen und preisgünstigen Schutz vor der Kontamination ihrer Behandlungseinheiten mit Legionellen und ande- ren Keimen. 

Bei der zahnärztlichen Behandlung spielt Trinkwasserhygiene eine große Rolle, denn über die Instrumente einer Dentaleinheit kommen sowohl Patient als auch das behandelnde Personal in Kontakt mit Leitungswasser und den darin enthaltenen Krankheitserregern. Zu den häufigsten Infektionen gehört jene mit Legionellen. Gefahr droht Menschen vor allem durch das Einatmen von Aerosolen, also kleinsten Wassertröpfchen, wie sie bei der Behandlung beim Zahnarzt häufig entstehen. Eine Infektion mit Legionellen kann zu einer schweren und nicht selten tödlich verlaufenden Lungenentzündung führen. Aber auch Krankheitserreger wie Pseudomonaden sind in den Behandlungseinheiten oft nachweisbar.

Krankheitserreger wie Legionellen oder Pseudomonaden, aber auch eine Vielzahl anderer Mikroorganismen und Parasiten, gelangen aus dem Kaltwasser in die Leitungsnetze der Gebäude und somit auch in die Arztpraxis. Meist kommen sie in Kaltwasser nur in geringen Mengen vor. Die Grenzwerte sind sehr streng und wurden im November 2011 nochmals drastisch verschärft: So dürfen in 100 ml Wasser nicht mehr als 100 Legionellen enthalten sein, gemessen in koloniebildenden Einheiten. Doch bei entsprechenden Temperaturen von 20 Grad und mehr sowie ausreichend vorhandenen Nährstoffen (Nitrat, Phosphat, natürliche organische Verbindungen) können sich Keime extrem schnell vermehren.

Durch neue Meßmethoden, wie die Durchflußzytometrie, haben Wissenschaftler mittlerweile herausgefunden, dass normales Leitungswasser am Ort der Übergabe in die Gebäude zwischen 40.000 und mehr als 200.000 pro Milliliter aktive Keime enthält, also 100 bis 1.000 Mal mehr als durch herkömmliche Standardmethoden, gemäß Trinkwasserverordnung, nachge-wiesen werden..

Die klassische Installation einer Zahnarztpraxis

In der Trinkwasserzufuhr zu einer Zahnarztpraxis befindet sich meist hinter der Übergabestelle ein handelsüblicher Feinfilter mit 100 μm Trenngrenze, gefolgt von einem Enthärter, der die Gerätschaften der Praxis vor Verkalkung schützt. Von dort verzweigt sich das Leitungsnetz zu den Behandlungs- und Prophylaxeeinheiten. Berücksichtigt man die Größe einer Legionelle mit ca. 1μm, so ist klar, dass der handelsübliche Feinfilter mit 100 μm Trenngrenze keinerlei Effekt hinsichtlich des Rückhalts von Bakterien oder noch kleineren Viren aus dem Leitungswasser hat. Wasserenthärter, die meist mit Kunststoffgranulat gefüllt sind, erfüllen darüber hinaus geradezu die Rolle von Aufzuchtbecken für Keime. Selbst Geräte mit Entkeimungsfunktion per Chlorgas können den Legionellen wenig anhaben. Dementsprechend findet man im Ablauf solcher Geräte sehr hohe Keimzahlen, gerade auch Krankheitserreger wie Legionellen.

Bisher half man sich meist durch kostenintensive Lösungen, wie der kontinuierlichen Zudo- sierung von Chlor ins Leitungswasser. Doch können Chemikalien nur dort ihre desinfizierende Wirkung entfalten, wo sie gut hingelangen, also in Bereichen mit guter Durchströmung. Stagnations- und Toträume werden nicht wirkungsvoll erreicht. Zudem töten Chemikalien die Keime zwar ab, diese bleiben aber im Wasser und dienen dort als Nährboden für Folgegenerationen, so dass in solchen Bereichen teilweise sogar eine Verschlechterung der Situation auftreten kann.

„Eine Beprobung mittels Ausstrichmethode, wie sie von Gesundheitsämtern gemäß der Trinkwasserverordnung (TWVO) noch immer vorgenommen wird, zeigt oft keine alarmierenden Werte, da nur 0,1 – 1% aller aktiven Zellen im Wasser zur Bildung von Kolonien neigen, die dann auf einem Nährboden zählbar sind“, erklärt Michael Hank, Gründer und Geschäftsführer der Seccua GmbH. „Deshalb werden in der Medizintechnik oft schon erweiterte Prüfverfahren zum Nachweis von Krankheitserregern verwendet, zum Beispiel die Durchflusszytometrie, die ungleich höhere Keimzahlen ermittelt.“ Während die amtlich vorgeschrieben Untersuchungen in einer Münchner Zahnarztpraxis nur Gesamtkeimzahlen zwischen zwei (bei 22°C) und 60 koloniebildende Einheiten (bei 36°C) pro Milliliter anzeigten, ermittelten Experten mittels Durchflußzytometrie aus denselben Wasserproben eine Gesamtzahl von 69.755 nachweisbaren, aktiven Zellen pro Milliliter. „Auch wenn Zahnärzte nur die regelmäßige Beprobung nach TWVO bestehen müssen, sollten sie sich gerade hinsichtlich eines medizinischen Erfolges der Behandlung und einem minimiertem Risiko eher an den Richtli- nien des Robert Koch-Instituts orientieren, das eine völlige Freiheit des Wassers von Krankheitserregern empfiehlt.“

Einsatz von Ultrafiltration als Keimbarriere

Um die Keimbelastung des Leitungsnetzes in den Praxisräumen wirkungsvoll zu reduzieren, bietet Seccua Ultrafiltrationsanlagen, die am Eingang des Wassers in die Praxis, gegebenen- falls hinter einem Enthärter installiert werden. Ultrafiltration entfernt – wissenschaftlich nachgewiesen – mehr als 99,99 Prozent aller Krankheitserreger und Partikel, und dies ohne Bestrahlung oder den Einsatz von Chemikalien und Desinfektionsmitteln. Die Poren eines solchen Filters sind nur 20 Nanometer, d.h. 20 millionstel Millimeter, groß und bieten so eine sichere Barriere gegen sämtliche Krankheitserreger und Mikroorganismen, auch Legionellen. Durch die vollautomatische tägliche Spülung des Filters werden die Keime ins Abwasser abgeführt. Darüber hinaus wird der Nährstoffeintrag durch die Entfernung aller Trüb- und Schwebstoffe verringert, und so das prinzipielle Verkeimungspotential minimiert. So kann die Kontamination einer Praxis mit Keimen wirkungsvoll verhindert werden.

Neu eingerichtete Praxen können bereits von Anfang an mit Ultrafiltration ausgerüstet werden, um das gesamte Rohrleitungssystem vor Krankheitserregern zu schützen. Aber auch bei der Sanierung von Leitungsnetzen bestehender Praxen wird durch den Einbau einer Ultrafiltrationsanlage die Zufuhr neuer Keime und Krankheitserreger wirkungsvoll unterbrochen. Darüber hinaus bleiben bei der Ultrafiltrierung keine toten Mikroorganismen im Wasser zurück, wodurch das Wiederverkeimungspotenzial stark vermindert wird. Das Wasser ist in mikrobakteriell einwandfreiem Zustand.

Bei stark befallenen Leitungssystemen kann nach dem Einbau eine chemische bzw. thermische Sanierung der bestehenden Rohrleitungen bis zum Anschlussstück der Behandlungsstühle bzw. zu den Wasserhähnen und Anschlussstellen in den Behandlungszimmern vorgenommen werden, durch welche die Keimzahl schlagartig stark vermindert wird. Idealerweise kombiniert man die Ultrafiltration mit einer Spülung des Leitungssystems alle 3-5 Jahre.