Wirkungsweise

Krankheitserreger im Trinkwasser
Wir geben Ihnen einen Überblick über Ursachen und Lösungsansätze.
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Fallstudie

Mit einer Seccua Ultrafiltration am Praxiseingang legen Sie den Grundstein für mehr Wasserhygiene in Ihrer Praxis!
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Wettbewerbsvergleich

Wir stellen uns täglich dem Wettbewerb. Erfahren Sie wie unsere Wettbewerber arbeiten und wo unsere Vorteile liegen.weiter

Wirkungsweise

Krankheitserreger im Trinkwasser, das zur zahnärztlichen Behandlung verwendet wird, gefährden nicht nur den Patienten sondern auch das Behandlungspersonal. Zudem bedrohen Überschreitungen der hygienischen Grenzwerte die wirtschaftliche Existenz der Arztpraxis. Das vorliegende Informationsblatt gibt einen Überblick über Ursachen und Lösungsansätze.

Trinkwasseraufbereitung in ärztlichen und zahnärztlichen Praxen

Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts
Die Empfehlung der KRINKO – Kommission am Robert-Koch-Institut verlangt für wasserführende Systeme in Arzt-, Zahnarzt-, oralchirugischen/MKG und kieferorthopädischen Praxen die Einhaltung folgender Grenzwerte:

  • Gesamtkeimzahl bei 36°C: max. 100 KBE/100 ml
  • Legionellen: weniger als 100 KBE/100 ml, bei der Behandlung immunsupprimierter Patienten 0/100 ml
  • Pseudomonas spp. bei Behandlung immunsupprimierter Patienten: 0 KBE/100 ml

Die Einhaltung wird von Gesundheitsbehörden und Gewerbeaufsicht überwacht. Bei möglichen juristischen Auseinandersetzungen mit Patienten ist die Einhaltung dieser Vorgaben nachzuweisen.

Dieser Nachweis muss jährlich wiederholt werden.

Verkeimung von Wasserleitungen in Behandlungsstühlen
Häufig treten trotz regelmäßiger Spülung und Desinfektion der Dentaleinheiten bei den routinemäßig geforderten jährlichen Untersuchungen Überschreitungen der Grenzwerte für Krankheitserreger auf. Dies kann folgende Ursachen haben:

  • Keime gelangen in großer Zahl bereits mit dem Stadtwasser in die Arzt- und Zahnarztpraxis und bilden dort in den Rohrleitungen und Dentaleinheiten zusätzlich einen Biofilm aus, in dem sie sich dann stark vermehren.
  • Installierte Zusatzgeräte, wie beispielsweise Enthärter, tragen durch große Kontaktflächen im Wasser zu starkem Keimwachstum bei. Von diesen Geräten verlagern sich die Biofilme auch in Dentaleinheiten.
  • Das haus- oder praxiseigene Wasserleitungsnetz ist schon in die Jahre gekommen und bietet dem Biofilm durch verkrustete Oberflächen guten Schutz vor Chemie und anderen Desinfektionsmaßnahmen.
  • Die Methodik der Wasserdesinfektion, derzeit zumeist eine Chlorierung, führt durch technische Mängel nicht zu den von RKI und Gesetzgeber geforderten chemischen Konzentrationen an den Entnahmestellen. Die Chlordosierung kann dann keinen Biofilme abbauen.
Chlordosierung nicht erfolgreich

Bei der bisher üblichen Zudosierung von Chlor in verschiedenen Formen zur Desinfektion des Trinkwassers ergeben sich folgende Schwierigkeiten:

  • Der Gehalt an freiem Chlor an der Entnahmestelle darf nach Trinkwasserverordnung maximal 0,2 mg/l betragen, muss aber zur effektiven Desinfektion der Rohrleitungen und der Behandlungsstühle diese Konzentration an den „Entnahmestellen“ auch wirklich durchgehend erreichen. Hierzu wäre eine kontinuierliche Messung an verschiedenen Entnahmestellen und Anpassung der Dosierleistung nötig. Es werden derzeit keine Dosieranlagen angeboten, die dies bieten.
  • Chlor wird üblicherweise in wesentlich höheren Mengen eingespeist, da je nach Zustand des Rohrleitungsnetzes bereits eine Chlorzehrung auf dem Weg zur Entnahmestelle erfolgt.  Aber wie hoch ist die Verkeimung des Leitungsnetzes? Und wie hoch die Chlorzehrung? Nach Stillstand am Wochenende und entsprechendem Anstieg der Verkeimung  reicht die dosierte Menge vielleicht nicht aus, um das Wasser an den Entnahmestellen sicher zu desinfizieren. Ein sauberes Rohrleitungsnetz oder Hochbetrieb in der Praxis führen dazu, dass keine Chlorzehrung stattfindet und die gemessene Konzentration an der Entnahmestelle den zulässigen Grenzwert überschreitet.  Für Ihre Patienten wird das dann zur Gefahr und den Dentaleinheiten droht Korrosion.
  • Außerdem führt die Chlorierung bei dem in Praxen üblichen geringen und oft stagnierenden Wasserdurchfluß nicht zur Entfernung des Biofilms. Zwar können die an den Oberflächen des Biofilms wachsenden Mikroorganismen durch die Chlorierung inaktiviert oder abgetötet werden, jedoch bleiben die durch den Biofilm umkapselten und geschützten Mikroorganismen am Leben und vermehren sich durch die mit der Abtötung des Biofilms einhergehende exzellente Nährstoffversorgung.

herkoemmliche Lösung

Konsequenz
Die Chemikaliendosierung ist im Stop-and-Go Betrieb von Praxen nur begrenzt möglich. Dies liegt an der unterschiedlichen Kontamination des Rohrleitungsnetzes sowie dem in der Regel sehr niedrigen und zudem auch nicht kontinuierlich anfallenden Wasserdurchfluß.

Wird das Desinfektionsmittel vor der Entnahmestelle aufgezehrt, so erfolgt zum einen dort keine Desinfektion, zum anderen dienen die beschädigten Mikroorganismen den Legionellen im folgenden Leitungsnetz und in den Behandlungsstühlen als leicht verwertbare Nährstoffe. Dies ist einer der Hauptgründe für die starke Vermehrung von Legionellen.

Ist dagegen die Konzentration der zur Desinfektion eingesetzten Chemikalien höher als in der Trinkwasserverordnung erlaubt, so gefährdet dies nicht nur die Patienten, sondern führt auch zu Korrosionsschäden an den Behandlungseinheiten und, damit verbunden, zum Verlust des Garantieanspruchs an die Hersteller dieser Geräte.

Biofilme werden mit diesen Methoden nicht generell abgebaut, sondern die Desinfektionswirkung geschieht maximal an deren Oberfläche.  Das Problem der Biofilme wird nicht grundsätzlich gelöst. Die mit dem Trinkwasser dauernd zugeführte Biomasse bietet eine exzellente Nahrungsgrundlage für die verbliebenen Mikroorganismen.

Der Seccua Medical Lösungsansatz

Um nicht nur die aus dem Stadtwasser möglicherweise eintretenden Mikroorganismen zu inaktivieren oder abzutöten, sondern um auch den vorhandenen Biofilm sowohl in den Leitungen wie auch den Behandlungseinheiten abzubauen, empfiehlt sich folgende Strategie:

  • Verhinderung des Zuflusses von Mikroorganismen durch das Stadtwasser bei Eintritt in die Leitungen der Praxis.
  • Abbau des Biofilms durch Unterbrechung der Nährstoffzufuhr und die daraus resultierende sukzessive Rückbildung des Biofilms nach Einbau der Seccua Medical Anlage. Gegebenenfalls ist die Grundsanierung des Leitungsnetzes im Rahmen des Einbaus der Anlage, wo dies möglich ist, sinnvoll.

Beide Ansprüche werden durch unsere UrSpring Medical Anlage erfüllt. Mit der Installation am Praxiseingang hinter anderen Geräten, wie beispielsweise einer Enthärtungsanlage,  wird sichergestellt, dass alle Bakterien und sogar bis zu 99,99 % der Viren rückstandslos aus dem Wasser entfernt werden.

Die Anlage entfernt aber nicht nur Mikroorganismen aus dem Wasser, sondern entzieht diesen auch alle wesentlichen Nährstoffe, sodass die Nahrungskette für die Biofilme unterbrochen wird und der Biofilm sich schrittweise zurückbildet.

Die Seccua Medical Methode

Die Keimbelastung des Leitungsnetzes und die Rückhaltung der Nährstoffe werden durch unsere UrSpring Medical Anlagenkompenten realisiert. Durch die ultrafeine Filtration mit Poren von 20 millionstel Millimeter (20 Nanometer) werden alle Mikroorganismen  vollständig zurückgehalten. Darüber hinaus wird auch der Nährstoffeintrag durch Adsorption am UrSpring Dental GAC Filter verringert. So wird den Mikroorganismen die Nahrungsgrundlage entzogen. Durch die vollautomatische tägliche Spülung der Anlage, deren Zeitpunkt programmiert werden kann,  wird die gesamte zurückgehaltene Biomasse einmal täglich ins Abwasser ausgespült. Auch ältere Leitungsnetze werden so sukzessive saniert.

Der Einbau Ihrer Anlage

Der Einbau der UrSpring Medical Komponenten kann durch einen Installateur Ihrer Wahl erfolgen. Bei Angabe des Namens und der Anschrift übersenden wir dem Installateur die erforderlichen technischen Unterlagen für den Ersteinbau und die in jährlichen Abständen erforderlichen Austausch der Filterkartuschen.

Fallstudie

Trinkwasserhygiene für Zahnarztpraxen

Keime aus dem Trinkwasser führen oft zu erhöhten Keimzahlen in den Behandlungsgeräten und damit zu erhöhtem Infektionsrisiko für Patient und Arzt.

Trinkwasserhygiene spielt bei der zahnärztlichen Behandlung eine große Rolle. Über die Behandlungseinheit, zum einen durch Wassernebel, der bei der Behandlung entsteht, zum anderen durch direkten Wundkontakt, geraten sowohl Patient als auch das behandelnde Personal in Kontakt mit Leitungswasser und den darin enthaltenen Krankheitserregern.

Zu den häufigsten Infektionen, die herbei hervorgerufen werden, gehört sicherlich die Infektion mit Legionellen, die zu schweren Lungenentzündungen führen kann. Aber auch Erreger wie Pseudomonaden sind in den Behandlungseinheiten oft nachweisbar. So wurden ggü. einer Kontrollgruppe bei zahnmedizinischem Personal sowohl häufiger Legionellen-Antikörper als auch Veränderungen in der Besiedlung der Nasenschleimhautfestgestellt.
Aber wie geraten die Krankheitserreger in die Behandlungseinheit?

Problemstellung

Wasser, dass den Geräten einer Dentaleinheit entnommen wird, muss mindestens den Anforderungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention des Robert-Koch.Instituts (RKI) entsprechen.

Das RKI, sowie Branchenverbände wie die American Dental Association empfehlen darin, dass bei der Behandlung von immunsuprimierten Patienten das Wasser frei von Krankheitserregern sein sollte. Darüberhinaus dürfen im Direktausstrich der aus der Dentaleinheit gezogenen Proben keine Legionellen nachweisbar sein.

Trinkwasser darf nach Trinkwasserverordnung an der Übergabestelle vom öffentlichen Leitungsnetz eine gewisse Mengen Krankheitserreger enthalten, so zum Beispiel bis zu 100 Legionellen pro 100 ml, gemessen in koloniebildenden Einheiten.

So gelangen Krankheitserreger, wie Legionellen oder Pseudomonaden, aber auch eine Vielzahl anderer Mikroorganismen aus dem Kaltwasser in die Leitungsnetze der Gebäude und somit der Arztpraxis. Bei ausreichend vorhandenen Nährstoffen, hoher Gesamtkeimzahl und ausreichender Temperatur können sich Keime dann dort extrem schnell vermehren.

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Prüfmethoden

Im Bild ist der Laser des Durchflußzytometers zu erkennen, der den Wasserstrahl in der Glaskanüle durchdringt und durch die Zellen im Wasser gebrochen wird.Gemäß Trinkwasserverordnung werden Keime im Trinkwasser nur mittels Ausstrichmethode ermittelt. Man weiß jedoch heutzutage, dass nur 0,03 – 20% aller aktiven Zellen im Wasser zur Bildung von Kolonien neigen, und dann auf einem Ausstrich zählbar sind.

Deshalb werden in der Medizintechnik oft erweiterte Verfahren zum Nachweis von Krankheitserregern verwendet, so zum Beispiel die Durchflußzytometrie. Bei dieser wird das Wasser aus der Probe durch eine dünne Glaskanüle geschickt. Das Wasser wird dabei mit einem Laserstrahl bestrahlt. Die sich im Wasser befindenden Organismen brechen dabei das Licht, das von verschiedenen Sensoren aufgefangen wird. So kann eine genaue Aussage über die Zahl, Zustand und Art der Mikroorganismen getroffen werden.

 

Keimwachstum im Leitungsnetz

Wissenschaftler wissen heute, dass  Trinkwasser am Ort der Übergabe in die Gebäude zwischen 40.000 und mehr als 200.000 Keimen pro Milliliter (!) enthält. Diese Keimen bilden in den Rohrleitungen  der Gebäude, und natürlich auch der darin befindlichen Arztpraxen, einen starken Biofilmbewuchs.

Biofilme bilden einen hervorragenden Unterschlupf und Schutz für Krankheitserreger. Innerhalb eines Biofilms sind Krankheitserreger weitgehend vor Entkeimungsmaßnahmen geschützt, weder Chemikalien noch Hitze sind oft in der Lage, den Biofilm, der immer auch in schwer zugänglichen Toträumen sitzt, zu durchdringen.

Ernährt von Stoffwechselprodukten der sie umgebenden Zellen, aber oft auch von verwertbaren Inhaltsstoffen des Trinkwassers (Nitrat, Phosphat, natürliche organische Verbindungen) vermehren sich auch die Krankheitserreger bei Temperaturen zwischen 20°C und 50°C rasant, die Zellzahl verdoppelt sich alle vier bis sieben Stunden.

Beispiel einer Zahnarztpraxis in München

Wie hoch die Biomasse ist, die schon aus den öffentlichen Netzen in die Gebäude eingeschwemmt wird, zeigen Untersuchungen, durchgeführt am Hauseingang einer Zahnarztpraxis in Oberschleißheim bei München. Während die amtlich vorgeschrieben Untersuchungen Gesamtkeimzahlen von zwei (bei 22°C) und 60 (bei 36°C) zeigten, ermittelten die Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich mittels Durchflußzytometrie aus denselben Wasserproben eine Gesamtzahl von 69.755 nachweisbaren, aktiven Mikroorganismen pro Milliliter.

mit herkömmlicher Nachweismethode nach TrinkWV pro 100 ml wirklich 
vorhandene Totalzellzahl pro 100 ml
22°C 36°C Legionellen spp
Gesamtkeimzahl 200 6.000 6.975.500
Legionellen 0 8.600

Gemessene koloniebildende Einheiten bei 22°C und 36°C und Legionellen gem. TrinkWV (Austrichmethode). Rechte Spalte: wirklich vorhandene Keimzahlen mittels Durchflußzytometrie. Gemessen am Eingang (Probenahmepunkt 1 in o.g. Grafik) einer Zahnarztpraxis in Oberschleißheim.

Vorhandene Installation

Hinter der Übergabestelle in die Zahnarztpraxis befindet sich in der Trinkwasserzufuhr zu den Praxisräumen ein Feinfilter mit 100 µm Trenngrenze – bedenkt man die Größe einer Legionelle mit ca. 1µm, so versteht man, dass ein handelsüblicher Feinfilter keinen Effekt hinsichtlich des Rückhalts von Biomasse aus dem Stadtwasser hat – gefolgt von einem Enthärter, der die Gerätschaft der Praxis vor Verkalkung schützt.

Von dort verzweigt sich das Leitungsnetz zu insgesamt sieben Behandlungs- und Prophylaxeeinheiten.

Zudem sind alle Einheiten mit einer Einrichtung zur Leitungskonservierung („Alpro Weekend System“) ausgestattet. Dieses System arbeitet mit dem Wirkstoff „Bilpron“ zur Desinfektion und vermeidet längere Stagnationszeiten.Das vom RKI vorgegebene Spülprotokoll wurde an allen Einheiten stets eingehalten.

Beprobungspunkt gemessene
Temperatur
Koloniebildende Einheiten (22 °C) Koloniebildende Einheiten (36 °C) Legionellen
(1) Übergabe 16 °C 0 0 nicht beprobt
(2) vor Enthärter 18 °C 2 60 86 (DFZ)
(3) nach Enthärter 22 °C 900 1200 44.436 (DFZ)
(4) Anschluß der Behandlungseinheit 21 °C 606 0 50
(5) Mundspülung nicht beprobt 1 0 10

Alle Werte pro Milliliter, ermittelt mittels herkömmlicher Ausstrichmethode gem. Trinkwasserverordnung. Nur Legionellen-Meßpunkt (3) wurde mit Durchflußzytometrie beprobt. Rote Werte bedeuten Grenzwertüberschreitungen.

Prüfergebnisse ohne Entkeimungsmaßnahme

Zunächst wurden Proben am Wassereingang zur Praxis, vor und hinter dem Enthärter, am Anschluß der Behandlungsstühle sowie an den Mundspüleinrichtungen und Werkzeugen gezogen.

Vor allem die Meßwerte für Legionellen überschritten die technischen Maßnahmewerte nach Trinkwasserverordnung (100 pro 100 ml) zum Teil deutlich, aber auch die Grenzwerte für koloniebildende Einheiten bei 22°C waren stark erhöht.

Nach der ersten Beprobung mittels Ausstrichmethode wurden stichprobenartig Messungen auf Legionellen mittels Durchflußzytometrie durchgeführt. Hinter dem Enthärter wurden dabei 4,4 Millionen Legionellen pro 100 ml festgestellt.

Risikoquelle Enthärter

Zunächst wurden Proben am Wassereingang zur Praxis, vor und hinter dem Enthärter, am Anschluß der Behandlungsstühle sowie an den Mundspüleinrichtungen und Werkzeugen gezogen.

Vor allem die Meßwerte für Legionellen überschritten die technischen Maßnahmewerte nach Trinkwasserverordnung (100 pro 100 ml) zum Teil deutlich, aber auch die Grenzwerte für koloniebildende Einheiten bei 22°C waren stark erhöht.

Nach der ersten Beprobung mittels Ausstrichmethode wurden stichprobenartig Messungen auf Legionellen mittels Durchflußzytometrie durchgeführt. Hinter dem Enthärter wurden dabei 4,4 Millionen Legionellen pro 100 ml festgestellt.

In handelsüblichen Enthärtern durchströmt das Wasser einen Behälter, der mit Kunststoffgranulat gefüllt ist, dessen Kügelchen sehr große Oberflächen aufweisen.

Zunächst wird die Oberfläche des Granulates mit Natrium aus Kochsalz beladen. Im Betrieb bleiben dann die Härtebildner Calcium und Magnesium im Wasser an der
Oberfläche des Granulates hängen und das Natrium geht dafür in Lösung. Von Zeit zu Zeit wird der Enthärter wieder mit einer Kochsalzlösung durchströmt, um die Härtebildner auf der Oberfläche wieder mit Natrium zu ersetzen. Die großen Oberflächen des Granulats eignen sich sehr gut als Aufwuchsoberfläche für Keime.

Moderne Enthärter arbeiten daher mit einer kontinuierlichen Desinfektionseinrichtung, die aber im vorliegenden Fall wohl aufgrund des pH-Wertes des Stadtwassers von 7,5 nicht ausreichend funktioniert.

Dementsprechend fanden sich im Ablauf des Enthärters sehr hohe Keimzahlen, auch Krankheitserreger wie Legionellen.

Während der Regeneration des Enthärters durch Salzlösung werden Keime aufgrund des hohen Kochsalzgehaltes abgetötet oder beschädigt, sodass sich im Ablauf des installierten Enthärters eine hohe Zahl toter oder beschädigter Keime finden.

Der Einbau einer Seccua UrSpring Dental Filtration hinter dem Enthärter als sichere Barriere ist geboten.

Einsatz der Seccua Ultrafiltration als Keimbarriere

Um die Keimbelastung des Leitungsnetzes zu reduzieren, wurde am Kaltwassereingang, hinter dem Enthärter, eine Seccua UrSpring Dental Anlage installiert.

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Durch diese ultrafeine Filtration mit Poren von 20 millionstel Millimeter (20 Nanometer) werden alle Krankheitserreger und Mikroorganismen vollständig zurückgehalten, und durch die vollautomatische tägliche Spülung der Anlage ins Abwasser ausgespült. Darüber hinaus wird der Nährstoffeintrag durch die Entfernung aller Trüb- und Schwebstoffe verringert und so das prinzipielle Verkeimungspotential minimiert.

So kann die Ursache der Kontamination selbst verhindert werden.  Bei Praxisneueinrichtungen besteht so die einmalige Chance, das gesamte Rohrleitungssystem von Anfang an vor Krankheitserregern zu schützen.

Bei der Sanierung von Leitungsnetzen bestehender Praxen wird durch die Seccua UrSpring Dental die Nährstoffzufuhr sowie die Zufuhr neuer Keime und Krankheitserreger unterbrochen. Der Biofilm in den Leitungen bildet sich zurück, die Konzentrationen der Krankheitserreger fallen in der Regel drastisch.

Messung nach Einbau der Seccua UrSpring Dental

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In die bestehende Installation wurde nun eine Seccua UrSpring Dental Ultrafiltrationsanlage nachgerüstet.

Ohne Durchführung zusätzlicher Maßnahmen waren bereits vier Wochen nach der Installation der Seccua Ultrafiltrationsanlage die Legionellen an den Anschlüssen der Zahnarztstühle mit den Standard-Testverfahren nach Trinkwasserverordnung nicht mehr nachweisbar.

Auch die Zahl der koloniebildenden Einheiten war stark gesunken. Die Praxis erfüllte wieder die Anforderungen der Trinkwasserverordnung.

Weiterführende Maßnahmen

Bei stark durch Biofilm befallenen Rohrleitungen empfiehlt es sich, zusammen mit dem Einbau der Seccua Ultrafiltration eine Spülung der bestehenden Rohrleitungen bis zum Anschlußstück der Behandlungsstühle bzw. zu den Wasserhähnen und -anschlußstellen in den Behandlungszimmern durchzuführen. Durch diese Maßnahmen kann der bestehende Biofilm schlagartig stark vermindert werden.

Dosierung von Chemikalien ins Leistungsnetz

Chemikalien sollten nur dann zur dauernden Entkeimung eingesetzt werden, wenn sichergestellt werden kann, dass die Chemikalien in ausreichender Konzentration an jede Stelle des Leitungsnetzes, auch in Toträume vordringen kann und dabei das Rohrleitungsmaterial nicht beschädigt!

Fazit

Mit einer Seccua Ultrafiltration am Praxiseingang legen Sie den Grundstein für mehr Wasserhygiene in Ihrer Praxis!

Wettbewerbsvergleich

Das Seccua Medical Prinzip im Vergleich mit Entkeimung mit Chlor

Ultrafiltration chemische Desinfektion
mit hypochloriger Säure
Bildung krebserregender Trihalogenmethane Nein Ja. Trichlormethan (Chloroform), Bromdichlormethan (BDCM), Dibromchlormethan (DBCM), Tribrommethan (Bromoform)
Geruchs- / Geschmacksbeeinträchtigung Nein Sind im Wasser Amine, Ammoniak oder Kohlenwasserstoffe vorhanden entstehen die Reaktionsnebenprodukte (Chloramine) die zu einer Geruchs- und Geschmacksveränderung des Wassers führen.
Entfernung von Amöben Amöben werden am Zulauf abfiltriert. Einfluss auf Amöben im Leitungssystem indirekt, über Entzug von Nährstoffen. nur mit sehr hohen (im kontinuierlichen Betrieb nicht zulässigen) Konzentrationen möglich.
Biofilmbeeinflussung Bakterien werden am Zulauf abfiltriert. Einfluss auf Mikroorganismen und damit auf den Biofilm im Leitungssystem nur indirekt über Entzug von Nährstoffen. Nur oberflächliche Desinfektion des Biofilms möglich. Chlor reagiert mit Alginat im Biofilm so dass nur noch unschädliche Konzentrationen in tieferen Schichten des Biofilms ankommen.
Legionellenentfernung Legionellen leben von toten Bakterien und höheren Pflanzen. Durch das Abfiltrieren von Mikroorganismen aus dem öffentlichen Leitungsnetz wird den Legionellen in der Installation die Nahrungsgrundlage entzogen. Als Reaktion auf diese veränderten Umweltbedingungen fahren sie ihren Stoffwechsel herunter (VBNC-Zustand), sterben jedoch langfristig gesehen aufgrund des Nährstoffmangels ab. Nur Abtötung von Legionellen in der freien Wasserphase möglich. In Biofilmen und Amöben überstehen sie auch sehr hohe Chlorkonzentrationen unbeschadet, so dass nach Einstellung der Chlorung die Legionellenbelastung sehr schnell wieder ihren Ursprungszustand erreicht.
Neuverkeimungspotential Bei intakter Membran keine Neuverkeimung, da keine Mikroorganismen mehr aus dem öffentlichen Leitungsnetz eingespült werden und das Nährstoffangebot limitiert ist. Neuverkeimung in kürzester Zeit, da abgetötete Biofilmschichten und Mikroorganismen im Leitungsnetz verbleiben und einen idealen Nährboden für neue Bakterien darstellen. Das Nährstoffangebot der Mikroorganismen wird durch die Desinfektionsmethode erhöht
Einfluss auf Rohrleitungsmaterial Nein alle oxidativen Desinfektionsferfahren (Chlor, Chlordioxid, Ozon, …) haben einen starken Einfluss auf die Oberflächenbeschaffenheit von Rohrleitungsmaterialien. Durch die daraus resultierenden höheren Wandrauhigkeiten wird das Einnisten von Mikroorganismen stark begünstigt.
Depotwirkung im Leitungssystem Nein Nur wenn ausreichend hohe Konzentrationen zugeführt werden.