Viele Gefährdungen, können aus Trink- und Brauchwasser hervorgehen, und dies gilt sowohl für Leitungs- als auch Flaschenwasser! Vor allem in Anbetracht der großen Menge an Wasser, die Du während Deines Lebens zu Dir nimmst und die mit Dir in Kontakt kommt, können sich selbst kleinste Mengen mancher Substanzen in Deinem Körper anreichern und so wesentliche Wirkungen erzielen.

Krankheitserreger

Fäkalkeime

Fäkalkeime treten in öffentlichen Wasserversorgungen immer wieder auf. In Bayern dokumentiert das Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit im Jahr 2008 krankheitserregende Fäkalkeime in bis zu 10% aller öffentlichen Wasserversorgungen, die mehr als 1 Mio. Liter Wasser im Jahr produzieren und in bis zu 34% aller öffentlichen Wasserversorgungen mit weniger als 1 Mio. Produktionsleistung im Jahr.

Auch in Proben von Mineral- und Tafelwasser werden vielfach Keimbelastungen festgestellt. Oft kann dies zurückgeführt werden auf Vorkommen der Keime schon in den Quellen und nicht-sterile Abfüllbedingungen, in Verbindung mit langen Transportwegen der Wasserflaschen, wobei das Wasser of lange Zeit warmen Temperaturen in der Sonne, warmen LKWs oder beheizten Verteilzentren ausgesetzt wird. Das Bayerische Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit stellt in bis zu 13% untersuchter Tafelwasserflaschen und bis zu 3% untersuchter Mineralwasserflaschen coliforme Fäkalkeime fest.

Viren

Viren können im Trinkwasser in öffentlichen Versorgungsnetzen immer wieder auftreten und dabei Infektionskrankheiten verursachen. Während dieses früher vor allem für die Hepatitis A und der Hepatitis E beobachtet wurde, sind in den letzten Jahren mehrere größere und kleinere Epidemien von Norwalkvirusinfektionen beschrieben worden, auch in Europa. Alle trinkwasserrelevanten Viren stammen aus Fäkalien und sind im Abwasser auch nach mehrstufiger konventioneller Klärung regelmäßig noch nachweisbar. Sie sind den zugelassenen Desinfektionsverfahren gut zugänglich, soweit sie nicht in größere Partikel integriert sind. Folglich kommt der Partikelabscheidung bei der Aufbereitung eine besonders große Bedeutung zu. Die Virusfreiheit des abgegebenen Trinkwassers kann mit der erforderlichen Sicherheit durch virologische Untersuchungen nicht nachgewiesen werden. Die standardmäßige Untersuchung von 100-mL-Proben auf E. coli und coliforme Bakterien ist dafür ebenfalls nicht ausreichend. In Gebieten, in denen das Risiko der Verunreinigung des Trinkwassers mit Fäkalkeimen hoch ist, ist demzufolge auf das Risiko der Belastung des Wassers mit Viren erhöht. Hierzu zählen oft Trinkwasserversorgungen in den Alpen oder den Mittelgebirgen.

 

Mikrobiologische Untersuchungsergebnisse  Beanstandungsraten in %