Die Erkenntnis

Gemäß deutscher Trink- und Mineralwasserverordnung wird Wasser bis heute auf Keime und Krankheitserreger lediglich durch Ausstreichen einer Probe auf einem Nährboden oder Anreicherung in einem Nährmedium untersucht. Beide Methoden sind bereits über hundert Jahre alt. Heute weiß man, dass nur 0,1% bis 1%, also nur jeder hundertste bis tausendste Keim im Wasser sich auf einem solchen Nährboden vermehrt und damit nachweisbar wird. 99,9% aller Keime werden mit den herkömmlichen Messverfahren nicht erfasst!

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Die moderne Wissenschaft ist in der Lage, mit Verfahren, die sich in der Medizintechnik schon bewährt haben, wie beispielsweise der Durchflusszytometrie, auch in der Trinkwasserhygiene völlig neue Erkenntnisse bereitzustellen. Generell kann man sagen, dass sowohl Leitungs- als auch Mineralwasser bis zu 200.000 aktive Zellen pro Milliliter (ein tausendstel Liter) mit sich führt.

Eine Konzentration, die nicht nur zu starker Biofilmbildung in den Leitungsnetzen sorgt, sondern der wiederum auch Unterschlupf für Krankheitserreger bietet.

Besserer Geschmack

Eine solch hohe Anzahl von Zellen bildet natürlich auch einen hohen Proteingehalt im Wasser.

Teekenner wissen zum Beispiel, dass Proteine den Geschmack des Tees beeinflussen. Und nicht nur Proteine verändern den Geschmack von Tee und Kaffee – auch Härte hat einen Einfluss darauf.